Clematis montana - Berg-Waldrebe

Herkunft und Verbreitung

Berg-Waldreben stammen ursprünglich aus Ostasien und gehören zu der alten Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae).

Beschreibung

Die Berg-Waldrebe ist eine starkwüchsige, bis 8 m hoch kletternde, verholzende Rankpflanze. Ihre dreizähligen Blättchen sind im Austrieb und am Blattansatz dekorativ rötlich überlaufen. Die anemonenähnlichen Einzelblüten mit je vier Blütenblättern erscheinen in außerordentlicher Fülle im Mai - je nach Sorte blühen sie weiß bis rosa. Die gelben Staubgefäße sind sehr zierend.

Nutzung und Wissenswertes

Der wissenschaftliche Gattungsname Clematis leitet sich aus dem griechischen Wort clema für Sprossachse ab. Weltweit gibt es etwa 300 Clematisarten, die hauptsächlich in den gemäßigten Zonen Asiens, Amerikas und Europas vorkommen. Die Waldrebe enthält wie alle Hahnenfußgewächse das Toxin Protoanemonin. Protoanemonin hat hautreizende Eigenschaften; bei Kontakt mit dem Pflanzensaft kann es zu Hautrötungen und Juckreiz kommen.

Gartengestaltung

Berg-Waldreben mögen sonnige bis halbschattige und eher feuchte Standorte in geschützten Lagen. Ihr Wurzelbereich sollte bepflanzt oder zur Beschattung zumindest gemulcht werden.

Clematis montana ist eine der schönsten und reichblühendsten Waldrebenarten. Durch ihre starke Wüchsigkeit können auch hohe Mauern, Hauswände und Bäume begrünt werden - wozu jedoch genügend stabile und tragfähige Kletterhilfen erforderlich sind. Besonders zierend sind Kombinationen mit weißen oder violettrosa Kletterrosen, deren Blüte sich an die Clematisblüte anschließt und so langanhaltend Freude bereitet. Wirkungsvoll sind aber auch purpurfarbene Pflanzpartner - ein toller Anblick wenn sich die zartrosafarbene Clematis montana ‚Rubens’ um eine Blutbuche rankt.

Im Vergleich zu den auf Blütengröße gezüchteten Clematis-Hybridsorten ist die Blüte der Berg-Waldrebe mit bis zu 6 cm eher klein, was sie jedoch durch ihre enorme Blütenfülle ausgleicht.

Ein Rückschnitt sollte nur unmittelbar im Anschluss an die Blüte erfolgen, da Clematis montana am alten Holz blüht. Krankheiten, vor allem die vielgefürchtete Clematiswelke, kommen an der Berg-Waldrebe deutlich seltener als bei den großblumigen Hybriden vor.