Perovskia atriplicifolia – Blauraute

Herkunft und Verbreitung

Perovskien stammen aus den Steppen Vorderasiens. Sie gehören zur großen Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) - und sind damit mit Pflanzen wie Salbei, Thymian und Lavendel verwandt.

Beschreibung

Blaurauten sind aufrecht lockere und breitbuschige Halbsträucher, mit schlanken, rutenförmigen und graufilzigen Trieben. Sie werden bis etwa 1 m hoch. Die Fiederblättchen werden 3-6 cm lang und duften aromatisch. Ab Mitte Juli erscheinen violettblaue Blütenähren in großer Fülle.

Nutzung und Wissenswertes

Benannt ist die Pflanze nach W. Aleksiewitch Perowski, Gouverneur der russischen Provinz Orenburg.

Gartengestaltung

Perovskien sind wertvolle Spätblüher mit langanhaltender Blütezeit von Juli bis Oktober.

Der blau-silberne Charakter der Pflanze lässt sich mit silbergraulaubigen Gehölzen, Stauden und Gräsern noch verstärken und zu stimmungsvollen Pflanzbildern komponieren. Gehölze wie Ölweiden, weidenblättrige Birnen, Schmetterlingsflieder und Lavendel sind perfekte Pflanzpartner. Silbrig-graue Gräser wie Blauschwingel oder Blaustrahlhafer zusammen mit rosafarbenen Buschmalven oder Strauchrosen ergeben ein fantastisches Ensemble. Auch der Insektenwelt tut man etwas Gutes: Perovskien sind überaus beliebt bei Hummeln, Schwebfliegen, Schmetterlingen und Bienen. Blaurauten müssen jedes Jahr (am besten im zeitigen Frühjahr) bis zur Basis zurückgeschnitten werden, denn sie blühen am jungen Holz. Oftmals hat dies aber auch schon der Frost erledigt - oft frieren sie bis zum Boden zurück, um dann aber gut und willig wieder durchzutreiben.

Perovskien lieben warme und trocken-magere Standorte in voller Sonne. Sie vertragen Hitze und Trockenheit erstaunlich gut, leiden aber bei Winternässe und sollten zumindest in den ersten Jahren mit etwas Laub oder Reisig gegen Frost geschützt werden.