Cercis siliquastrum – Gewöhnlicher Judasbaum

Herkunft und Verbreitung

Der Gewöhnliche Judasbaum ist ein in Südeuropa und Vorderasien heimischer Baum aus der Familie der Hülsenfrüchtler.

Beschreibung

Der Judasbaum wächst als Großstrauch oder als kleiner Baum und erreicht Wuchshöhen von 4 bis 6 Metern. Die Blätter sind sommergrün, wechselständig angeordnet und rundlich, mit herzförmiger Basis; sie sind bis zu 12 cm lang. Im Herbst färben sie sich gelb. Die Blüten sind intensiv rosafarbene, typische Schmetterlingsblüten, die in kurzen Trauben angeordnet sind. Sie erscheinen im April vor dem Laubaustrieb am mehrjährigen Holz und aus älteren Stammteilen. Diese Kauliflorie genannte Stammblütigkeit ist vor allem in den Tropen weit verbreitet, in Europa jedoch sehr selten. Aus den Blüten entwickeln sich bis zum Herbst 10-12 cm lange ledrig-braune Hülsen, die auch den Winter über am Baum haften bleiben.

Nutzung und Wissenswertes

Die Blüten sind essbar, haben einen süßsäuerlichen Geschmack und können als dekorativer Farbtupfer in Salaten verwendet werden. Das sehr harte und schön gemaserte Holz wird als Furnierholz verwendet. Der Name Judasbaum gründet in der Legende, Judas Ischariot habe sich an einem Cercis erhängt. 

Gartengestaltung

Sein oft malerischer Wuchs zusammen mit seiner aufsehenerregenden Blüte und der großen Schädlings- und Trockenheitsresistenz machen den Judasbaum zu einem wertvollen Zierbaum insbesondere für kleine Hausgärten oder auch Pflanzkübel auf städtischen Plätzen. Der Judasbaum bevorzugt einen warmen und vollsonnigen Standort mit kalkhaltigen Böden. Er verträgt Hitzeperioden problemlos und ist auch gut als Spaliergehölz an Südwänden geeignet. In seiner Jugend ist er etwas frostempfindlich und sollte daher bevorzugt im Frühjahr gepflanzt werden. Es sind mehrere Sorten mit abweichender Blütenfarbe bekannt (z.B. die Sorte ‚Alba’ mit reinweißen Blüten).