Kolkwitzia amabilis - Kolkwitzie

Herkunft und Verbreitung

Die Kolkwitzie kommt aus den westlichen chinesischen Provinzen. Dort gedeiht sie hervorragend in Höhenlagen von 300 bis 1.300 Metern. Als ein besonders robuster Strauch fühlt sie sich an verschiedenen Standorten wohl. Unter anderem ist sie an Berghängen, an Straßenrändern, in artenreichen Wäldern und Gehölzgruppen zu finden.

Beschreibung

Der als junge Pflanze zunächst aufrecht wachsende Strauch ist dicht aufgebaut. Im Alter wird er locker und breitausladend. Die langen Triebe hängen wasserfallartig über. Die Kolkwitzie erreicht eine Höhe von 2 bis 3 Metern. Die rotbraunen Jungtriebe sind kahl und etwas rauh. Später wird die Rinde weißgrau und abblätternd. Die sommergrünen Blätter sind 3 bis 7 cm lang. Ihre Form ist breit eiförmig und sie sind lang zugespitzt. Der Blattrand ist bewimpert und meist weit gesägt. Die glockenförmigen Einzelblüten wachsen in endständigen Doldentrauben. Sie sind rosaweiß mit einem gelben bis orangefarbenen Schlund. Stiel und Blütenkelch haben eine borstige Behaarung. Ihr süßlicher Duft lockt zahlreiche Insekten an. Von Ende Mai bis Ende Juni reicht die Blütezeit. Danach bilden sich dunkelgraue borstige Kapseln, die an ein Brathähnchen erinnern.

Die Kolkwitzie bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte, hat aber keine besonderen Ansprüche an den Boden. Auch mit leicht alkalischen Böden kommt sie zurecht. Sie ist besonders frosthart, industrie- und stadtklimafest. Längere und extreme Dürrezeiten übersteht sie ohne Schäden.

Nutzung und Wissenswertes

Kolkwitzien sind Bienennährgehölze. Sie schaffen gerade im Sommer, wenn es trocken ist, einen hervorragenden Blickfang, wenn sie blütenüberlaufen an kargen Straßenrändern stehen. Das Auslichten und der Sommerschnitt nach der Blüte fördern das Blütenwachstum für das nächste Jahr.

Gartengestaltung

Im Garten findet die Kolkwitzie einen hohen Anklang und wird von Fachleuten gerne verwendet. Als Kontrast vor eine dunkle Mauer gesetzt kommen die hellen Blüten noch stärker zur Geltung; selbst im Halbschatten blüht sie noch erstaunlich gut.  Ebenso geben sie als malerischer Einzelstrauch an Terrassenplätzen ein bezauberndes Bild ab. Sie eignen sich zudem auch gut für freiwachsende Hecken, beispielsweise für die Randbepflanzung des Gartens. Hierzu können der Bauernjasmin, die Deutzie oder unter anderem auch die Weigelie zugepflanzt werden. Besonders ist die Kolkwitzie auch in Rosenpflanzungen als Vorbote zu den meist erst später und dunkler blühenden Rosen ein echter Hingucker. Ebenso ist auch die Verwendung in Staudenflächen mit Kontrasten oder in einem Farbton eine Möglichkeit die Kolkwitzie in Szene zu setzen.