Larix decidua - Europäische Lärche

Herkunft und Verbreitung

Die Europäische Lärche ist ein Gebirgsbaum und kommt in den hochmontanen und subalpinen Bereichen der Alpen vor. Sie wächst in Höhen bis zu 2400 m.

Die Lärche gehört zur Familie der Kieferngewächse. Der Name „Larix“ geht auf eine Bezeichnung der frühen Alpenbewohner zurück. Seit der Zeit des ersten römischen Kaisers vor über 2000 Jahren wird die Europäische Lärche als „Larix“ benannt.

Beschreibung

Die Lärche ist der einzige heimische sommergrüne Nadelbaum. Dass heißt, dass er seine Nadeln im Herbst verliert – nach einer wunderbaren intensiv gelben Herbstfärbung – und dann schon im April wieder zartgrün austreibt. Die Nadeln sitzen in Büscheln auf Kurztrieben; diese wiederum an hängenden Ästen. Mit den roten, weiblichen, zapfenähnlichen Blüten und den hellgrün austreibenden Nadeln bietet die Lärche einen attraktiven Frühjahrsbeginn. Die braunen Zapfenfrüchte zieren die Zweige ebenfalls.

Der schnellwachsende Baum wird bis zu 35 m hoch und bildet eine schmale, kegelförmige Baumkrone. Damit er in großen Höhen und auch bei Hitze und Trockenheit überlebt, hat er ein sehr tiefgehendes Wurzelwerk entwickelt.

Die Europäische Lärche stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden, bevorzugt aber etwas frischere, nährstoffreiche Standorte. In jedem Fall braucht sie viel Licht. Als Hochgebirgsbaum ist sie sehr frosthart. 

Nutzung und Wissenswertes

Früher hat man durch ein Zurücknehmen der Konkurrenten die Lärche gezielt gefördert. So sind lichte Wälder entstanden, die gut zur Beweidung geeignet waren.

Als robuste Pionierpflanze wird die Lärche ebenfalls verwendet. Durch die im Herbst abfallenden Nadeln trägt sie zu einer Bodenverbesserung bei. Die tiefgehenden Wurzeln fördern ihre ausgeprägte Sturmfestigkeit. 

Die Rinde hat man zum Gerben nutzen können, während aus dem Harz Terpentinöl hergestellt wird.

Das Lärchenholz ist neben der Eibe das härteste und widerstandsfähigste heimische Nadelholz.

Gartengestaltung

Mit der Eigenschaft als dauerhaftestes Nadelholz mit einem hohen Harzanteil ist es ein gefragter wetterfester Baustoff im Außenbereich. Man verwendet die Lärche bei Holzverkleidungen, Zäunen, Sichtschutzwänden, Böden, Eisenbahnschwellen sowie im Unterwasserbau.

Der frühe Nadelaustrieb läutet das Frühjahr ein, die goldgelbe Färbung strahlt im Herbst. Allerdings ist dieser Baum mit seinen Ansprüchen an ausreichend Platz, Sonne und windreiche Standorte nicht für jeden Garten geeignet.

Die Europäische Lärche kann auch als Schnitthecke verwendet werden.

Als Bonsai-Formgehölz wird v. a. die Japanische Lärche (Larix kaempferi) in der Gartengestaltung eingesetzt.