Yucca filamentosa - Fädige Palmlilie

Herkunft und Verbreitung

Alle Arten der Gattung Yucca kamen ursprünglich nur in Amerika vor. Die Fädige Palmlilie ist entlang der gesamten US-Ostküste verbreitet. Der Name "Palmlilie" leitet sich vom palmartigen Schopf und den lilienähnlichen Blüten ab. Yucca sind aber weder mit Palmen noch mit Lilien näher verwandt, sondern gehören zu den Spargelgewächsen.

Beschreibung

Palmlilien sind mehrjährige verholzende Pflanzen, die in Mitteleuropa in den Wintermonaten im Allgemeinen frosthart sind. Ihre blaugrünen, riemenförmigen Laubblätter stehen in Rosetten, die 60 bis 120 cm hoch werden. An den glatten Blatträndern fransen oft lange Fäden aus, daher der Name "Fädige Palmlilie". Erst einige Jahre nach der Pflanzung blühen Yuccas das erste Mal. Ihre Blüten entwickeln sich im Juni/ Juli an beeindruckenden, bis zu zwei bis drei Meter hohen Schäften in rispigen Blütenständen. Die cremeweißen Blüten sind glockenförmig, bis 8 cm groß und bei Bienen und Schmetterlingen sehr beliebt.

Nutzung und Wissenswertes

Erstmals wurde die Palmlilie (schon unter dem Namen "Yucca filamentosa") von Carl von Linné im Jahre 1753 beschrieben. Die Gattung Yucca ist ein typisches Beispiel für Koevolution zwischen Insekten und Pflanzen. Alle Yucca-Arten sind auf eine Bestäubung durch Yucca-Motten angewiesen, die in den Blüten gleichzeitig ihre Eier ablegen und deren Larven sich von den Yuccasamen ernähren. Palmlilienblüten verströmen daher nachts einen für die meisten Menschen eher unangenehmen Duft, der die Motten zur Bestäubung anlocken soll. Der Saft aus Blättern und Wurzeln der Palmlilie wurde von nordamerikanischen Indianern beim Fischfang zur Betäubung der Fische genutzt.

Gartengestaltung

Yucca lieben trockene, kalkhaltige und vollsonnige Standorte. Staunässe vertragen sie nicht. Palmlilien sind wegen ihrer hohen Blütenschäfte und unzähligen weißen Glockenblüten schon lange in mitteleuropäischen Gärten beliebt. Oft dienen sie als Strukturpflanzen in Staudenbeeten, da sie immmergrün sind. Ihrer auffallenden Textur wegen werden sie gerne im hausnahen Bereich oder auch in Terrassenkübeln gepflanzt. Graulaubige Pflanzen und filigrane Gräser passen in der Kombination besonders gut zu Yucca.