Metasequoia glyptostroboides - Urweltmammutbaum

Herkunft und Verbreitung

Der Metasequoia hat sein Verbreitungsgebiet in feuchten Bergwäldern Chinas. Er gilt als lebendes Fossil; natürlicherweise gibt es nur noch kleine Restpopulationen in unzugänglichen Gebirgsregionen; in der Kreidezeit jedoch war die Gattung Metasequoia mit zahlreichen Arten über große Teile der Nordhalbkugel verbreitet. Seit seiner späten Entdeckung wird der Urweltmammutbaum weltweit als Zierbaum angepflanzt.

Beschreibung

Der Urweltmammutbaum hat einen gleichmäßig kegelförmigen Wuchs und ist besonders raschwüchsig. Er erreicht eine Höhe von bis zu 40 Metern und kann bis 10 Meter breit werden. Der Stamm geht gerade von der Basis bis zur Spitze durch. Junge Triebe haben zunächst eine rotbraune Rinde, die sich im Alter oft gräulich verfärbt. Der Metaseuoiq ist ein laubabwerfender Nadelbaum mit gelber bis rotbrauner Herbstfärbung. Die Nadeln fallen mit den bis zu 20 Zentimeter langen Kurztrieben ab. Im Sommer sind sie auffallend hellgrün. Nach der unauffälligen Blüte im Mai trägt er kleine, eiförmige bis kugelige Zapfen. Der Metasequoia fühlt sich auf sonnigen bis leicht schattigen Standorten am wohlsten. Er bevorzugt nährstoffreiche, frische bis feuchte Böden, kommt aber auch auf trockenen Standorten zurecht. Der Urweltmammutbaum ist besonders robust und hat sich als zuverlässig frosthart, stadtklimafest sowie überschwemmungsresistent erwiesen.

Nutzung und Wissenswertes

Der Urweltmammutbaum wurde erst sehr spät entdeckt.

1940 erstmals als fossile Art in tertiären Ablagerungen benannt und beschrieben wurde er im Jahr darauf in China dann auch als lebendes Exemplar entdeckt. Er ist die einzige überlebende Art seiner Gattung.

Der Metasequoia ähnelt stark den ebenfalls laubabwerfenden Sumpfzypressen (Taxodium). Im Gegensatz zu diesen sind die Nadeln des Urweltmammutbaums jedoch gegenständig. Desweiteren bildet er auch keine Kniewurzeln aus.

Gartengestaltung

Der Metasequoia ist ein interessanter und stattlicher Nadelbaum, der in großzügigen Garten- oder Parkanlagen im Einzelstand oder auch in kleinen Gruppen stets einen Blickfang bildet. Er ist schnittverträglich und kann so auch für hohe Hecken verwendet werden. Durch seine schmale, gleichmäßige Krone eignet er sich auch gut als Alleebaum.